Guten Tag, lieber Tierfreund, ich heiße Rambo und auch ich habe eine traurige Geschichte. Mein Besitzer hat sich vor ein paar Tagen das Leben genommen. Nicht nur ,dass ich dabei sein musste, ohne dass ich etwas tun konnte. Auch hat er keineswegs über meine Zukunft nachgedacht. Wenigstens hat er einen Zettel mit Name und Alter hinterlassen und dass ich zu jemand „Anderem“ soll. Nun hatte aber der „Andere“ schon einen Hund, den bereits die Verwandtschaft während der Arbeitszeit versorgt und der sich somit nicht noch um mich kümmern kann. Ich bin ja auch nicht mehr der jüngste, mein Alter ist 12 Jahre. Wer gibt mir denn jetzt , wo ich im Tierheim warte, noch einmal ein Zuhause? Die Tierheime sind voll mit alten Hunden und ich bin nicht der Einzige, der um sein Herrchen trauert. Vielleicht ist es ja mein Glück, dass ich ein kleiner Hund bin und somit eher wieder eine Familie finde. Im Tierheim muss man erstmal meine Gewohnheiten heraus finden, nichts weiß man über mich. Anfangs habe ich nichts gefressen, bis man mich aus der Hand gefüttert hat, nun gibt man mir ein kleines Katzennäpfchen und es funktioniert. Meine Gassirunden sind gemächlich und ruhig, Stress ist gar nichts für mich. Viele Treppen steigen möchte ich auch nicht mehr, das ist Gift für meine Wirbelsäule. Ich bin übrigens ein Lhasa-Apso, ein beliebter Familienhund. Umgänglich, brav, anhänglich, kein Kläffer, stubenrein und gut mit Kindern. Ich wünsche mir sehr ein Zuhause bei älteren Menschen, wo ich mit auf dem Sofa liegen darf, meine Gassirunden keine Gewaltmärsche sind und ich in Harmonie mein Seniorenleben genießen darf.